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Atlantis liegt in Nordafrika

Durch einen Hinweis im de.rec.sf.misc bin ich auf der Seite von Expedition-Atlantis gelandet. Ist sowas wie Hobby-Archäologie. Aber der Mann (?) hat tatsächlich ein Buch geschrieben und darin die alten Texte von Platon analysiert und ist zu der Erkenntnis gelangt, dass Atlantis wohl in Nordafrika, in der Gegend von Kyrene liegt. Es war früher eine vorgelagerte Insel, mit einem Meerarm zu Ägypten und der Sahara hin, der bei/nach der Katastrophe versandet ist. Das Ereignis bestand dann nicht so sehr im Untergang, sondern im Wegspülen der obersten Erdschicht. Die Stadt Atlantis konnte er auch an einer Stelle in einem Wadi verorten, allerdings müsste man dort tief graben, um etwas zu finden.

Ich fand es spannend zu lesen und nicht ganz von der Hand zu weisen. Auch wenn man auf der anderen Seite Atlantis auch eine Erfindung von Platon für seine Vorstellungen von „Politik“ sein könnten.

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Die Mär vom Vorbild Deutschland

Die Mär vom Vorbild Deutschland

aus Telepolis

Ruth schreibt, dass die Politischen Projekte der Vergangenheit nicht notwendigerweise so erfolgreich waren wie angenommen:


Dass die von Deutschland gemachten „Hausaufgaben“ im Sinne einer Liberalisierung des Arbeitsmarkts, Steuersenkungen und Lohnzurückhaltung Deutschlands Erfolg befördert oder Arbeitsplätze geschaffen haben, dafür gibt es keine Anzeichen auf dem Arbeitsmarkt (oder im Schuldenstand), und Wirtschaftswissenschaftler wie die Ersteller des Global Competitiveness Report messen diesen Reformen keine hohe Bedeutung für Deutschlands Leistungsfähigkeit zu. Zwar hat es in den letzten Jahren eine Umschichtung von Industrie zu Dienstleistung und eine von Vollzeitarbeit zu Teilzeitarbeit gegeben. Doch es sind insgesamt und arbeitszeitbereinigt eben keine zusätzlichen Arbeitsplätze in Deutschland entstanden. In exportorientierten Sektoren ist die Zahl der Erwerbstätigen wie die Menge der geleisteten Arbeitsstunden sogar stark gesunken.

Was wirklich etwas bewirkt sagt sie nicht, nur:

Die Wirtschaftsentwicklung von Ländern folgt einem komplizierten, schwer durchschaubaren Bedingungsgefüge, in dem auch Zufälle und Irrationalitäten eine Rolle spielen. Erfolgreiche, wohlhabende Länder brauchen auf jeden Fall gute Infrastruktur, funktionierende Verwaltung und eine gut gebildete Bevölkerung sowie entwickelte Wirtschaft; davon abgesehen, können sie mit recht unterschiedlichen Konzepten erfolgreich sein.

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Arbeit macht zunehmend psychisch krank

 

 

Arbeit macht zunehmend psychisch krank | Telepolis.

Wir arbeiten einfach zu viel.

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Blauzahn Revolution

So, so Facebookrevolution ist unsinn. Würde mich ja nicht wundern, wenn Mark da ein paar Journalisten gespinnt hätte.

Facebook-Revolution in Ägypten? – Totaler Schwachsinn! | Telepolis.

Interessant ist, dass Handys und besonders die adhoc Bluetooth Netzwerke als besonders angesehen werden. Hm. Warum gibt es eigendlich noch nicht das Gerät, das sich mit allen in der Nähe verbindet.

 

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Präsidentenwort

Wesentlich scheint mir ja nicht zu sein, dass er Geld nimmt, sondern dass er sich dabei erwischen lässt, Wahrheit weiter zu definieren. Die Alternativen scheinen zu sein, entweder alles immer richtig zu machen oder nie etwas rauskommen zu lassen. Und dann gibt es noch Politiker, die es nicht schert, wenn man schlechtes über sie sagt, warum man die braucht ist mir aber unklar. Dafür gibt es  als Ausgleich dann aber auch ein paar echte Menschen in der Politik, die sich auch für Fehler entschuldigen können.

Wulffs Schweigen: Der Kredit des Präsidenten – Feuilleton – FAZ.

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Bankenkrieg und Wirtschaftsrevolution

 

Hm. Ich verstehe bei weitem nicht alles.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/oligarchie-der-finanz-der-krieg-der-banken-gegen-das-volk-11549829.html

Auf jeden Fall stellt Michael Hudson das Vorgehen der Banken als Strategie in einem Krieg dar, die soweit geht, dass sogar die Kriese gemacht ist. Verluste gehen auf alle, Gewinne zu den Banken (und ihren Besitzern und Managern). Dadurch wird der Haufen insgesamt kleiner (wir alle werden ärmer) aber die Reichen relativ reicher.

Lösung wäre es zu einer Wirtschaft alten Typs zurückzukehren. Wesentlich sei es das Geldmonopol den Staaten zurückzugeben.

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OECD: Deutschland trennt sich wieder

In die Armen und die Reichen.

Die Studie (http://tagesschau.de/wirtschaft/oecdstudie106.html) sagt, dass die Gutverdiener etwa acht mal soviel haben wie die Geringverdiener. Das liegt auch daran, dass die nur noch 900 Stunden, meist Teilzeit oder/und im Niedriglohnsektor arbeiten können, während die anderen 2200 Stunden im Jahr (ca. 10 h/d) arbeiten.

Die unmittelbaren Folgen beschreibt die OECD nicht, aber es geht schon in Richtung Revolution der Armen und Steuerverweigerung der Mittelschicht. Im Moment wirklich profitieren tun nur 0,1%.

Gegenmaßnahmen sind gute Ausbildung von Kindheit an. Und steuerliche Umverteilung.

Dazu zählen Maßnahmen gegen Steuerflucht, die Abschaffung von Steuererleichterungen für Besserverdienende oder der Ausbau von Abgaben auf Vermögen und Grundbesitz.

Gleichzeitig sind staatliche Transferzahlungen wichtiger als je zuvor, um die Verluste für Menschen mit niedrigem Einkommen auszugleichen.

Starker Tobak für OECD.

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Warum Occupy Wall Street so angegriffen wurde.

The shocking truth about the crackdown on Occupy | Naomi Wolf | Comment is free | guardian.co.uk.

Dreierlei soll die OccupyWallStreet Bewegung wohl wollen:

  1. Verbot übermäßiger Parteispenden die seit dem „Citizens United ruling“ möglich wurden
  2. Bankenreform, Wiedereinführung der Trennung Investment/Handelsbanken – „Glass-Steagall Act“
  3. Schließen eines Schlupfloches, das Congress-Abgeordneten die Veränderung von Gesetzen über eigene Firmen in Delaware erlaubt.

Hm. Wenn das stimmt, dann ist vermutlich klar, warum die OWS so unpopulär bei Politikern ist. Und bei Bankern.

Auf der anderen Seite sind diese Forderungen auch nicht gerade „links“, sondern eher konservativ.

 

 

 

 

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Es gibt weniger gute Arbeit

Ausgelagert

3,6 Millionen Beschäftigte in Deutschland mit einem Stundenlohn von weniger als 7 Euro brutto auskommen mussten. Über 1,2 Millionen erhielten weniger als 5 Euro

Und

Schleswig-Holstein ist nach den jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit mittlerweile Billiglohn-Land Nr.1. Mit 27 Prozent sind mehr als ein Viertel aller Arbeitnehmer bereits im Niedriglohnsektor beschäftigt.

Wesentlich ist, dass Arbeitgeber einen besseren Schnitt machen wenn sie Arbeitnehmer auslagern. Und als ausgelagerte hat man weniger Lohn und weniger Bonus.

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Query-Gesellschaft

 

Der Autor von Die gesellschaftliche Singularität ist nah meint, dass mit verändernder Technik sich neu Gesellschaften ergeben. Dabei muss die Gesellschaft sich anpassen um die neue Technik ins Leben zu integrieren.

Sprache ergibt Kategorisierung und damit Stammeskulturen. Schrift ergibt Zielbewußtsein und damit Hochkulturen. Buchdruck ergibt „Unruhe“ und die „Moderne Gesellschaft“ inklusive Interessenausgleich in der Demokratie. Was passiert jetzt mit der Informationstechnologie?

Aber erstmal die Nachteile jetzt, wo wir Institutionen brauchen, die unser Leben organisieren:

Menschen geben Organisationen einen Blankoscheck auf einen Großteil ihrer Lebenszeit. Das gemeinsam Geschaffene kommt aber nur wenigen zu gute. Für alle möglichen Belange des Lebens muss man zu komischen Behörden, Unternehmen oder Agenturen gehen und dort um Klärung betteln. Man vergeudet seine Zeit in Shoppingmalls oder Supermärkten, nur um die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Jede wirtschaftliche Transaktion ist mit kognitiven Mehrleistungen verbunden. Und dennoch ist jeder Konsumbereich bereits viel zu komplex, um informierte Entscheidungen zu treffen.

Man hat fast immer und fast überall Menschen über sich, die einem Befehle erteilen können. Wenn man nicht spurt, kann das existenzbedrohend sein. Wenn man eine gute Idee hat, wird sie abgebügelt und man hat eh nicht die Zeit, sie zu realisieren. Wenn es um die politische Gestaltung geht, muss man sich mit Leuten einigen, die ein völlig verschrobenes Weltbild haben und deren Ängste jeden Kompromiss verwässern und gute Ideen verhindern. Obwohl man sie hasst, muss man in von ihnen designten Systemen leben, nur weil sie die Mehrheit sind.

Die Lösung sieht der Autor in den Computervermittelten Suchen, die Menschen mit passen Interessen zusammenführen. Die Nachteile evtl. später:

Wenn wir uns über die Query suchen und finden, dann brauchen wir keine externen Instanzen mehr, die Komplexität reduzieren und Transaktionskosten gering halten. Der Kapitalismus ist besiegt, die Hierarchie überflüssig und alles fügt sich zu einem alle Lebensbereiche erstreckenden, reichhaltigen Markt. Diese Emanzipation hat aber auch einen Preis. Die Query erweitert nämlich nicht in erster Linie mich, sondern den Anderen. Nur wenn ich Daten von mir preisgebe – wenn ich sage, wer ich bin, was ich will, was ich habe, was ich liebe, für was ich kämpfe, welche sexuellen Präferenzen ich habe, wie ich über alles Mögliche denke -, wird der Andere mich finden, ohne sich der schmierigen Vertraulichkeit einer Institution unterwerfen zu müssen. Verweigere ich mich der Offenheit, bin ich der Query des anderen entzogen – und legitimiere dadurch wieder einen zentralistischen Machtapparat.

Muss ich nochmal drüber nachdenken.